Tannenhonig

Tannenhonig - Kaufen, Wirkung & Selber machen | Das waldig süße Glück von der Tanne

Aktualisiert am: 01. Februar 2019 | | Werbelinks sind mit * gekennzeichnet


Tannenhonig
Wenn man an Honig denkt, dann kommt einem die Tanne als Nektar-Lieferant wohl als allerletztes in den Sinn. Wie sollen Bienen aus Nadeln Nektar ziehen? Haben Tannen überhaupt Blüten? Und wie soll so ein Honig schmecken? Während Laien bei dieser Vorstellung das Gesicht verziehen, zergeht den Kennern geradezu das Herz, wenn sie das Stichwort Tannenhonig hören! Die waldige Süße aus dem Nadelwald ist eine absolute Seltenheit und so exquisit, wie kaum ein anderer Honig!

Tannenhonig - Besonderheiten der waldigen Süße

Der Begriff Tannenhonig lässt bereits erahnen, dass es sich hier um einen ganz besonderen Honig handeln muss - und der Schein trügt auch nicht! Tannenhonig ist sowohl in seiner Herstellung, seiner Häufigkeit, als auch durch seinen Geschmack eine besonders seltene und kostbare Spezialität. Mit dem klassischen Blütenhonig aus dem Supermarkt kann man ihn demnach garantiert nicht vergleichen und jeder andere Waldhonig kann neben ihm einpacken - dieser Honig, ist ein Erlebnis für sich!

Tannenhonig Herstellung - Wie entsteht Tannenhonig?

Bei der Herstellung von Honig stellt man sich immer vor, wie Bienen an Blüten saugen und den Nektar dann in die goldbraune Leckerei verwandeln. Jedoch sieht dieser Prozess bei Tannenhonig etwas anders aus. Hierbei sammeln die Bienen nicht den Blütennektar, sondern den sogenannten “Honigtau” ein, welcher wie Tropfen an den Nadelspitzen klebt. Der Honigtau hängt dort jedoch nicht einfach so, sondern muss erstmal von Blattläusen produziert werden!

Tannenhonig Läuse - die ungewöhnlichen Honig-Helfer!

Bei dem Wort “Läuse”, fangen die meisten sich direkt an am Kopf zu kratzen und auch  Blattläuse schaffen in der Regel keine positive Assoziation. Bei diesen Läusen handelt es sich jedoch um kleine Helfer, die für den Tannenhonig unerlässlich sind und für welche die Imker sehr dankbar sind. Die kleinen Tierchen benutzen die Tannen nämlich als Wirt und scheiden dann eine Masse aus, welche sich an den Nadeln festklebt und als “Honigtau” bekannt ist. Diese Substanz wird dann von den Bienen eingesammelt und im weiteren Verlauf, genau wie der Nektar, zu Honig verarbeitet. Ohne diese besonderen Insekten, gäbe es also auch keinen aromatischen Tannenhonig!

Tannenhonig - Inhaltsstoffe, Konsistenz und Farbe

Was beim Tannenhonig direkt auffällt, ist seine - in der Regel - außergewöhnlich dunkle Farbe, die sich aus einer Mischung aus schwarz, braun und dunkelgrün zusammensetzt. Auch die Masse selbst ist ziemlich flüssig und setzt auch nach längerer Zeit nicht wirklich Kristalle an, was daran liegt, dass Tannenhonig wenig Glucose enthält.
Die Inhaltsstoffe des Waldhonigs sind mit wertvollen Mineralien und Antioxidantien gespickt und enthalten auch ätherische Öle, sowie Spuren von Harz, welche die herbe Note unterstreichen.

Tannenhonig und sein Geschmack

Der Tannenhonig ist nicht nur in seiner Herstellung eine Besonderheit, sondern hat auch einen ganz eigenen Geschmack! Er ist nicht mild, sondern schmeckt neben seiner Süße auch etwas herb, aromatisch, oder sogar würzig. Das macht den Honig zu einem intensiven Erlebnis, welches am Anfang vielleicht noch ungewohnt ist, sich aber sehr schnell als Genuss entpuppt! Manche Honig-Experten meinen sogar, man könne den Nadelwald und die Bergluft aus dem Honig herausschmecken! Wer seinen geschmacklichen Horizont am Frühstückstisch also etwas erweitern möchte, der sollte sich unbedingt ein würziges Glas Tannenhonig organisieren!

Tannenhonig Wirkung - ist Tannenhonig gesund?

Wer nach einem besonderen Honig sucht, den interessiert oft nicht nur der Geschmack und die Konsistenz, sondern auch die Wirkung der jeweilige Sorte, oder auch dessen Vorteile für die eigene Ernährung. Über den Tannenhonig kann man in der Hinsicht sagen, dass er allem voran - so wie jeder Honig - dem Körper Mineralien und Vitamine liefert und gegenüber Kristallzucker ausnahmslos die bessere Wahl ist! Abgesehen davon, wird dem Tannenhonig auch nachgesagt, dass er entzündungshemmend ist und dadurch bei Atemwegserkrankungen hilft. Er gilt auch als gut bekömmlich und soll die Harnröhre von Beschwerden befreien. Der Tannenhonig - sowie dessen Nebenprodukte, wie die Propolis - lassen sich also bei diversen Leiden als Hausmittel einsetzen, weshalb wir festhalten können, dass er nicht nur wegen seiner Aromatik eine Überlegung wert ist!

Tannenhonig selber machen - so geht`s!

Tannenhonig gehört ja leider zu einer der seltenen Honigsorten, da man für die Herstellung nicht nur fleißige Bienen und einen Nadelwald, sondern auch noch eine große Anzahl an Blattläusen braucht. Deshalb ist es sicherlich für viele eine Erleichterung zu hören, dass wir hier ein tolles Tannenhonig Rezept zum selber machen haben! Finden sich gerade keine Bienen, so wird man einfach selber fleißig und liest sich unseren Ratgeber durch!

Omas Tannenhonig Rezept:


Um die waldige Süße herzustellen, braucht man folgende Zutaten:

  • Frisch gepflückte Tannennadeln (am besten von Weißtannen und nur die jüngsten/äußersten Spitzen)
  • Kristallzucker
  • Wasser
  • Einen großen Topf
  • Ein Sieb
  • Leere Einmachgläser zum Aufbewahren

Hat man alles beisammen, dann kann es auch direkt losgehen:
  1. Als aller Erstes ist es wichtig anzumerken, dass man die Tannennadeln auf keinen Fall abwaschen darf! Das klingt vielleicht etwas komisch, aber dadurch würde der Honigtau verloren gehen, ohne welchen es allerdings keinen Tannenhonig gibt!
  2. Die ungewaschenen Nadeln kommen so wie sie sind in den Topf und werden dann mit  Wasser bedeckt.
  3. Der Topf kommt dann direkt auf den Herd, damit man das Ganze zirka 1 Stunde lang köcheln lassen kann. Ist die Stunde um, dann lässt man den Topf abgedeckt für weitere 24 Stunden stehen, damit sich das Aroma gut entfalten kann.
  4. Wenn die Wartezeit um ist, kann man die Tannennadeln mit einem Sieb vom  angereicherten Wasser trennen und entsorgen - diese werden nun nicht mehr benötigt.
  5. Die Flüssigkeit wird nun abgemessen und demnach mit ausreichend Zucker vermengt - auf je 1 Liter kommen je 1 Kg Kristallzucker. Diese Mischung kommt dann für weitere 3-4 Stunden auf die Herdplatte - dieses mal jedoch bei niedriger Hitze!
  6. Sobald die Konsistenz ideal ist, kann man den selbstgemachten Tannenhonig in die Gläser abfüllen.

Tannenhonig kaufen - wo bekommt man die Spezialität?

Weil der Tannenhonig in seiner Machart sehr aufwendig und selten ist und unter Kennern als Gourmet-Genuss geschätzt wird, ist der Preis dieser Honigsorte in der Regel dementsprechend hoch. Der durschnittliche Tannenhonig Preis kann schonmal um die 10 € pro 500g sein. Vor allem, wenn man einen regionalen Bio-Honig haben möchte! Deshalb empfiehlt es sich seinen Tannenhonig eher bei einem OnlineHändler wie z.B. Amazon zu kaufen, weil man so die Preise und Qualitäten mehrerer Anbieter und Imkereien vergleichen kann, um den besten Tannenhonig zum günstigsten Preis zu erwerben!

Honig von der Tanne - welche Bäume eignen sich dafür?

Prinzipiell, kann Tannenhonig von verschiedenen Nadelbäumen gewonnen werden, wichtig ist dafür nur der bereits erwähnte Honigtau, welcher von den Läusen aufgesammelt, ausgeschieden und dann von den Bienen weiterverarbeitet werden kann. Trotzdem verbindet man Tannenhonig üblicherweise aber mit der Weißtanne, welche diesen Honig besonders schmackhaft macht. Der Honig bekommt durch diese Baumart auch seine charakteristisch dunkle, schwarz-grüne Farbnote, welche den waldigen Eindruck noch verstärkt. Ob man aber nun den edlen Weißtannenhonig, oder doch einen Fichtenhonig kauft, ist nicht allzu wichtig, denn jede Art von Tannenhonig ist kräftig und doch süß und bringt somit einen ganz besonderen Geschmack nachhause!

Heimischer Tannenhonig - Schwarzwald als Oase des Waldhonigs

Die meisten Feinschmecker legen sehr viel Wert darauf, dass ihre Leckereien aus der regional sind und eine gewisse deutsche Qualität aufweisen. Da ist Honig natürlich keine Ausnahme, aber glücklicherweise bekommt man den Tannenhonig auch in Deutschland! Das größte Gebiet, in welchem man diesen ernten, bzw. kaufen kann, ist der Schwarzwald. Erwirbt man einen Topf der herben Süße, so stammt dieser meistens von dort. Generell kann man Tannenhonig aber überall dort ernten, wo es genug Weißtannen und Imker gibt!

Quellen:
https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.empfingen-tannenhonig-gibt-es-alle-fuenf-jahre.15926b9b-a2d1-4095-b6f8-6387f5510905.html
https://www.griechenland.net/nachrichten/kultur/23138-griechischer-honig-gilt-als-der-beste-der-welt
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