Lindenhonig und Lindenblütenhonig

Ein Baum, zwei Honigsorten – und sehr viel Genuss



Lindenhonig neben Lindenblüten
Die Linde hat einen ganz besonderen Platz in unserer Kultur: Sie prägt das Bild von Alleen und Dorfplätzen. Ohne sie würde aber nicht nur ein wunderschöner Baum fehlen, sondern auch gleich zwei köstliche Sorten Honig: Der Lindenhonig und der Lindenblütenhonig.
Das Faszinierende an diesem Honig ist die große Bandbreite an Farben. Je nach Sorte ist er beinahe reinweiß oder dunkelbraun oder gar grünlich. Eines steht allerdings fest: Beide Sorten sind eine wunderbare Bereicherung für den Frühstückstisch. Und obendrein ist der Honig gesund und ein wertvoller Bestandteil der Hausapotheke.
 
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Lindenhonig und Lindenblütenhonig: Der Unterschied

Man unterteilt den Honig, der von Linden stammt, in zwei Sorten: Lindenhonig und Lindenblütenhonig.
Beide stammen von der Linde, unterscheiden sich aber dennoch deutlich. Denn während der Lindenblütenhonig aus dem Nektar der Lindenblüten gewonnen wird, ist im Lindenhonig auch Honigtau enthalten. Dieser wird von Blattläusen produziert, die den Saft der Linde trinken und süße, klebrige Tröpfchen ausscheiden. Diese werden von den Bienen gesammelt und dem Honig hinzugefügt. Damit ist nur der Lindenblütenhonig ein Blütenhonig, während der Lindenhonig eine Mischung aus Blütenhonig und Honigtauhonig ist.

Die Linde – eine ambivalente Bienenweide

Wie viel Nektar die Bienen in den Lindenblüten finden, kann jährlich variieren. Denn je nach Umständen produzieren Linden viel oder wenig davon. Am besten gedeiht die Linde auf tiefgründigem und lockerem Boden, der viel Feuchtigkeit binden kann. Da Linden sehr viel Wasser brauchen, sind sie eher in Nord- als Süddeutschland zu finden.
Je nach Lindenart findet die Blüte zu unterschiedlichen Zeiten im Jahr statt. Die Sommerlinde blüht von Mitte bis Ende Juni. Sie wird abgelöst von der Winterlinde, die von Ende Juni bis Mitte Juli blüht. In der zweiten Julihälfte blüht dann die Krimlinde. Die Silberlinde blüht von Juli bis in den August. Dies ermöglicht es den Bienen, über viele Wochen hinweg Lindenhonig zu sammeln. Vorausgesetzt, ihnen stehen die verschiedenen Sorten zur Verfügung. Um den begehrten Lindenhonig zu sammeln, müssen die Imker die Blütezeit genau im Blick behalten  und rechtzeitig den Honig ernten, ehe die Bienen anderen Nektar eintragen und ihn mischen.
Immer wieder wurden Linden allerdings nicht als ideale Bienenweiden betrachtet, sondern als gefährlich für Bienen eingestuft. Auch in der Imkerei wird dieser Futterbaum mitunter kontrovers diskutiert. Den Honig kannst du aber unbesorgt genießen: In Studien konnte nicht nachgewiesen werden, dass der Nektar schädlich für Bienen ist. Viel eher sind es schlechte Jahre, in denen die Linden wenig Nektar produzieren, welche die Bienen verhungern lassen. Allerdings können von der Linde aufgenommene Chemikalien den Bienen schaden. Deshalb solltest du immer Honig kaufen, der bio ist, um damit auch die Gesundheit der Bienen zu unterstützen.[1]

Lindenhonig

Linden Honig von Rüdiger Feldt Honig
Im Lindenhonig von Rüdiger Feldt* ist neben dem Nektar der Lindenblüte auch Honigtau enthalten.
Lindenhonig ist die Bezeichnung für den Honig, der sowohl aus dem Nektar der Blüten als auch Honigtau entsteht. Das Besondere daran ist, dass die Zusammensetzung abhängig von verschiedenen Faktoren ist. Lindenhonig unterscheidet sich also von Jahr zu Jahr und sogar von Region zu Region. Denn je nach Wetter und Standort enthält er mehr oder weniger Honigtau. Auf diese Weise entsteht ein einzigartiges breites Spektrum an Farb- und Geschmacksnuancen.

Was ist Honigtau?

Blattläuse sind Schädlinge, die sich von Pflanzensaft ernähren. Alles, was sie nicht verdauen können, scheiden sie als Honigtau wieder aus. Als Autofahrer kennst du sicherlich die vielen kleinen klebrigen Pünktchen, die an manchen Sommertagen auf dem Autodach zu sehen sind, wenn du unter Bäumen parkst. Sie zeigen, dass die Läuse Pflanzensaft im Überfluss vorfinden.
Oft werden die Blattläuse dabei von Ameisen regelrecht wie Milchvieh gehalten und geschützt: Die Ameisen beschützen die Läuse vor Fressfeinden und ernähren sich im Gegenzug von dem süßen Honigtau. Aber auch andere Insekten wie unsere Honigbienen wissen den Honigtau zu schätzen.

Die Farbe von Lindenhonig

Lindenhonig gibt es, je nach Menge des Honigtaus, in vielen verschiedenen Farben. Die Palette reicht dabei von einem dunklen Gelb und Orange bis hin zu einem karamelligen Braun. Dies macht es dir einfach, ihn von dem deutlich helleren Lindenblütenhonig zu unterscheiden.

Der Lindenhonig-Geschmack

In keinem Jahr ist der Lindenhonig genauso wie im Vorjahr. Je nach genauer Zusammensetzung kommen einzelne Nuancen stärker oder schwächer zur Geltung.
Geschmacklich ist Lindenhonig würzig und blumig. Er ist perfekt für Tees geeignet, da hier die Vielfalt seines Geschmacks wirklich zur Geltung kommt. Der leicht blumige Geschmack stammt aus dem Honig, während der Honigtau den kräftigeren würzigen Geschmack beisteuert. So kannst du mit etwas Erfahrung schon an der Farbe erkennen, wie der Lindenhonig ungefähr schmecken wird.
Der Geruch ähnelt dem des Lindenblütenhonigs und erinnert an Minze, unterscheidet sich aber je nach Standort.

Lindenblütenhonig

Lindenblütenhonig aus Deutschland
Sortenreiner Lindenblütenhonig* enthält eine deutliche Minznote.
Anders als Lindenhonig gewinnen die Bienen den Blütenhonig nur aus dem Nektar der Lindenblüten. Vollkommen rein ist er nie, denn zu einem geringen Anteil ist auch Honigtau enthalten. Entstehen kann Lindenblütenhonig nur in geschlossenen Lindenwäldern, in denen die Bienen den Nektar ausschließlich aus den Lindenblüten gewinnen.

Die Farbe von Lindenblütenhonig

Reiner Lindenblütenhonig ist von hellgelber bis grünlicher Farbe. Die Farbe kann generell von Blütenhonig zu Blütenhonig variieren. Wird er fester, kann er dabei weiß oder elfenbeinfarben werden. Die grünliche Färbung ist dabei ein gutes Indiz für die Reinheit des Honigs, weshalb Kenner ganz spezifisch danach Ausschau halten.
Einen zu 100% reinen Lindenblütenhonig gibt es allerdings nicht. Denn auch dieser Sortenhonig enthält einen geringen Anteil Honigtau.

Der Lindenblütenhonig-Geschmack

Der Geruch von Lindenblütenhonig ist etwas ganz Besonderes: Er enthält eine deutliche Note von Methanol oder Pfefferminz. Geschmacklich kommen bei ihm verschiedene Komponenten zusammen: Er ist kräftig, fruchtig und hat eine blumige Süße.

Ist Lindenhonig / Lindenblütenhonig gesund?

Nicht nur der Lindenhonig ist für seine Heilwirkung bekannt, sondern der ganze Baum. Aus den Blüten lässt sich ein wirkungsvoller Erkältungstee kochen. Allerdings eignen sich dafür nur die Blüten der Winterlinde, da nur diese einen ausreichend hohen arzneilichen Wert besitzen.
Eines ist jedoch wichtig: Viel hilft nicht immer viel. Lindenhonig enthält viel Zucker und damit viele Kalorien. Genieße ihn also in Maßen. Allerdings enthält er weniger Kalorien als Haushaltszucker, wodurch eine gesündere Alternative beim Süßen von Kaffee und Tee ist.
Mit der Zeit kristallisiert Honig aus und wird fest. Das tut der Qualität aber keinen Abbruch. In einem warmen Wasserbad kannst du ihn vorsichtig wieder verflüssigen.

Die besondere Lindenhonig Wirkung

Wie bei jedem Honig ist es wichtig, den Lindenblütenhonig nicht zu stark zu erhitzen. Denn bei Temperaturen über 40° gehen die Wirkstoffe verloren. Zwar bleibt der Geschmack, die positiven Eigenschaften der besonderen Inhaltsstoffe jedoch wirst du nicht mehr nutzen können. Lasse Tee und Kaffee also abkühlen, ehe du sie süßt.
Lindenhonig und Lindenblütenhonig unterscheiden sich in ihrer Wirkung kaum. Beide wirken sich positiv auf die Verdauung aus und haben einen leicht blutdrucksenkenden Effekt. Darüber hinaus wirkt er beruhigend und fördert den Schlaf, was ihn zu einer sehr guten Wahl für eine heiße Milch mit Honig macht. Auch bei stressbedingten Kopfschmerzen und Nervosität hilft er. Auch ist er entzündungshemmend und besitzt eine ausgeprägte antiseptische Wirkung.
Wie auch andere Honigsorten haben beide Arten von Lindenhonig eine wohltuende Wirkung auf den Körper bei Erkältungen. Gerade Fieber soll er senken und auch schweißtreibend sein. In Tee aufgelöst oder pur lindert er Husten und Halsschmerzen. Da sein Geschmack besonders in Tees sehr gut zur Geltung kommt, ist Lindenhonig ideal bei Erkältungen. Bei hartnäckiger Bronchitis ist Lindenblütentee mit Lindenhonig ein altbewährtes Hausmittel.
Die antibakterielle Wirkung von Lindenhonig ist stärker als bei Akazien- und Obstblütenhonig, wodurch er im medizinischen Bereich zunehmend Aufmerksamkeit erhält. [2]
Propolis das Wundermittel. Ebenfalls für die positive Wirkung auf die Gesundheit bekannt ist Propolis, das Kittharz der Bienen. Dieses von den Bienen hergestellte Kittharz wird in der Imkerei ebenso gesammelt wie der Honig. Und das ist gut verständlich: Propolis wirkt antibakteriell, antiviral und antimykotisch; also gegen Bakterien, Viren und Pilze.

Lindenhonig kaufen

Lindenhonig findest du ohne Schwierigkeiten in größeren Supermärkten oder online. Als reiner Sortenhonig ist er ein wenig teurer als andere Sorten: Direkt beim Imker gekauft kostet ein 500g Glas etwa 5-6 €. Am besten kaufst du einen Honig, der bio ist. Damit tust du nicht nur dir selbst etwas Gutes, sondern unterstützt auch nachhaltige Imkerei.
Neben dem reinen Honig kannst du auch weitere spezielle Produkte aus Lindenhonig kaufen. Der einzigartige Geschmack kommt auch in Lindenhonig-Met sehr gut zur Geltung, dem er einen leichten und erfrischenden Geschmack verleiht. Eine Flasche liegt preislich bei etwa 8 €.

[1] http://rsbl.royalsocietypublishing.org/content/13/9/20170484
[2] https://www.karger.com/Article/PDF/478838

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Dieser Artikel wurde von Frauke Bitomsky und der bienengold.net Redaktion verfasst. Unsere Autorinnen und Autoren recherchieren gewissenhaft und erstellen umfangreiche und verständlich aufbereitete Fachartikel zu den jeweiligen Themen.
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