Halluzinogener Honig

Halluzinogener und psychedelischer Honig - Wissenswertes und Kauf

Aktualisiert am: 26. März 2019 | | Werbelinks sind mit * gekennzeichnet


Biene bestäubt Blüte für Herstellung von Halluzinogenem Honig
Die Natur hält so allerhand Überraschung bereit und es ist allgemein bekannt, dass viele der uns bekannten Pflanzen nicht immer für den Verzehr geeignet sind. Und so gibt es auch einen Honig, welcher psychedelische Zustände hervorruft, würden sie verspeist werden. Du kennst möglicherweise das typische high-Gefühl, solltest du schon einmal Marihuana konsumiert haben. Ähnliche Auswirkungen hat auch ein ganz bestimmter Honig. Natürlich ist von einem Konsum entsprechend abzuraten, da er für den menschlichen Körper stark gesundheitsgefährdend sein kann.

Woher kommt halluzinogener Honig?

Nepalesischer Einwohner
Nepals Einwohner - die Gurung sammeln den Halluzinogenen Honig in den Steilwänden der Berge.
Um halluzinogenen Honig zu bekommen, ist ein Blick nach Nepal zu werfen, dessen Einwohner, genannt Gurung, ihr Leben für das Sammeln des Honigs riskieren. Die Bienen leben dort an bestimmten Steilwänden. Zwei mal pro Jahr wagen sich mutige Männer mit Schutzkleidung an die Ernte. Dort ist es sogar eine Art traditionelle Jagd, um an den Steilwänden in Nepal ihr Leben zu riskieren. Die in Nepal heimische Biene wird umgangssprachlich auch als Kliffhonigbiene bezeichnet. Sie ist die größte Honigbiene der Welt und erreicht in etwa die Größe einer Hornisse. Das ist aber nicht die einzige Besonderheit: Der Honig dieser Biene hat halluzinogene Eigenschaften. Schon etwa im Jahr 401 vor Christus “entdeckten” griechische Soldaten diesen Effekt, als sie nach der Einnahme außer Gefecht gesetzt waren. Aber wie kommt es, dass der Honig derartige Auswirkungen hat?

Für die Gurung ist der Honig eine Art Medizin, um Schmerzen in den Gelenken zu heilen. Gleichzeitig können diese auch mit den berauschenden Auswirkungen umgehen. In hohen Dosen, etwa ab 7-8 Teelöffeln Honig, kann dieser einen extremen “Trip” auslösen. Und mehr noch, er führt später zu Erbrechen und Durchfall, welcher etwa einen Tag andauert. Eine genaue Zahl zum Bestand der Himalaya Bienen in Nepal ist leider nicht bekannt. Zwischen dem späten Herbst und Frühling wird der Honig geerntet und dies religiös zelebriert.

Für den Effekt ist eine bestimmte Blume in Nepal verantwortlich, dessen Nektar die Himalaya Bienen sammeln. Die Pflanze, die hierzulande auch als Rhododendron bekannt ist, ist in Nepal eine Nationalblume. Ihr Blütenstaub enthält den Giftstoff Grayanotoxin. Die berauschende Wirkung geht logischerweise auf den Honig über. Natürlich kann die Aufnahme der Pollen nicht kontrolliert werden, sodass die “Stärke” nicht wirklich kontrolliert werden kann. Die Wabengebilde der Bienen sind in etwa so groß wie ein Couchtisch. An den Steilwänden hängen bis zu 50 Stück.

Die Ernte des halluzinogenen Honigs

Die Ernte erfolgt nicht wirklich mit Hilfe einer professionellen Ausrüstung. Die Männer tragen selbst zusammengeschusterte Kleidung und Netze über den Köpfen. Mittels langer Leitern aus Bambus und Holz lassen sie sich von oben an den Steilwänden herab. Unten entzünden Männer inzwischen große Feuer, um die Bienen einzuräuchern und sie ruhig zu stellen. Zu zweit klettern die Männer schließlich von den Hängen herab, während einer von ihnen einen Fangkorb unter die Waben hält. Der andere schneidet die Waben ab. Die Honigwaben fallen in den Korb und können anschließend nach oben transportiert werden. Eine große Anzahl der Waben fällt einfach die Steilwände hinab und auch so manch mutiger Ernter schafft es nicht wieder nach oben.

Info: Die Ernte dieses Honigs hat natürlich nichts mehr mit dem Schutz der Bienen zu tun. Um an die Waben zu kommen, werden die Tiere unter starken Stress versetzt und betäubt. Auch das Plündern der Waben stellt einen Eingriff in die Natur dar. Und auch die Tatsache, dass sich für die Ernte Menschen in große Gefahr begeben und teilweise dabei sterben, sollte ausreichend dafür sein, die Verbreitung nicht weiter zu unterstützen.

Wirkung und Heilwirkung

Hohe Berge im Himalayagebirge
An den hohen Bergen findet man den berühmten Honig aus Nepal.
Die Gurung verwenden den Honig hauptsächlich zum Süßen ihrer Speisen. Es lindert zudem Schmerzen der schweren, kräftezehrenden Arbeit in der Landwirtschaft. Aber auch zur allgemeinen Erheiterung wird der Honig bewusst aufgrund der halluzinogenen Wirkung eingenommen. In China, Japan und Südkorea ist man inzwischen der Ansicht, dass der Honig eine potenzfördernde Wirkung hat. Genaueres ist natürlich noch nicht erforscht. Zwar ist der Stoff für den Menschen erst einmal nicht lebensgefährlich, Giftig ist er dennoch, sodass man genau wissen sollte, was und wie viel man sich davon zuführt.

Wer wissen möchte, wie der Honig nach der Einnahme wirkt, der kann die Wirkung etwa mit der von Magic Mushrooms vergleichen: Es treten diverse Halluzinationen auf, welche von erheblichen Nebenwirkungen wie Herzrasen und einem erhöhten Blutdruck begleitet werden. Unter Drogentouristen wird der Honig deshalb auch als “verrückten Honig” bezeichnet.

Der Geschmack des Honigs ist leicht rauchig, riecht etwas nach Alkohol und brennt ein wenig beim Schlucken. Auf keinen Fall aber kann man diesen Honig mit herkömmlichem, allgemein bekannten Honigsorten, vergleichen. Die Wirkung lässt nach der Einnahme auch nicht lange auf sich warten. Laut Erfahrungsberichten fühlten sich die Konsumenten fiebrig und belustigt. Später kommt häufig Schwindel hinzu und ein Gefühl des Betrunkenseins stellt sich ein. Treppensteigen und kontrollierte Bewegungen stellen eine Herausforderung dar. Der Körper beginnt zu “kribbeln”, Farben verschwimmen und werden surreal. Zunächst also kann man die Wirkung mit dem Konsum von Marihuana vergleichen, später wird es aber weniger angenehm. Im Vergleich zur Heilpflanze Cannabis ist bei diesem Honig noch kein größerer Nutzen für unsere Gesundheit festgestellt worden.

Das größte Gefahrenpotenzial des Nepal Honig ist, dass die Wirkung des Giftes in ihrer Jahreszeit variiert. So können zwei Löffel Honig ziemlich viel sein, wenn er mit übermäßig viel Gift angereichert ist.

Kann man den Himalaya Honig kaufen?

Es gibt ihn also wirklich: Den Drogen-Honig, der aus dem Himalaya stammt und von der Kliffhonigbiene produziert wird. Der sogenannte pontische Honig entsteht aufgrund der Rhododendron Gewächse. Wer den Honig jedoch kaufen möchte, der muss sich leider im Darknet umsehen, denn seriöse Händler führen ihn nicht. Allerdings sollte man kritisch sein, ob der Honig tatsächlich echt ist oder nicht etwa bewusst mit halluzinogenen Wirkstoffen versetzt wurde. Letzteres ist bei den Praktiken am Schwarzmarkt sogar eher wahrscheinlich.

Nepal Honig ist gefährlich

Nepalesischer Einwohner der Gurung
Die Gurung sind an die Einnahme von halluzinogenem Honig gewöhnt - du solltest jedoch die Finger davon lassen.
Die Giftstoffe im Nepal Honig aktivieren diverse Natriumionenkanäle im Körper. Dementsprechend geht eine Einnahme auch mit entsprechenden Vergiftungssymptomen einher. Übelkeit, Schwindel, Schwäche und ein niedriger Blutdruck, um einige zu nennen. Wer zu viel davon einnimmt, begibt sich sogar in Lebensgefahr. Dementsprechend kann man den Honig auch nicht als Aphrodisiakum ansehen – vielmehr muss vor ihm gewarnt werden. In Deutschland und auch in vielen anderen Ländern kann der Honig daher auch nicht gekauft werden.

Tollhonig, kleinasiatischer Gifthonig und Nepal-Honig

Der Honig aus Nepal kennt viele Bezeichnungen und natürlich ist er aufgrund seiner Wirkung eine Droge, die hierzulande absolut verboten ist. Der berauschende Rhododendron-Honig ist aber trotzdem ein sehr seltenes Naturprodukt. Wer während seiner Reise durch Nepal einmal probieren möchte, der sollte es vorsichtig angehen und bei bester Gesundheit sein. Nach nur 1-2 Löffeln können die ersten Symptome eintreten.
In einer Episode aus einem deutschen TV-Format mit den bekannten Moderatoren Joko & Klaas, wurde es als Herausforderung betrachtet, den Honig zu ernten und zu konsumieren. Inzwischen ist Experten jedoch klar, dass Klaas auf keinen Fall 7 Löffel gegessen haben kann. Auf keinen Fall nachmachen!
Bisher finden sich keine Berichte darüber, dass Konsumenten nach der Einnahme und in Anbetracht der positiven und negativen Auswirkungen wirklich überzeugt davon waren. Auch diverse Berichte auf Youtube lassen durchscheinen, dass sich die Einnahme nicht wirklich lohnt.

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Kliffhonigbiene
https://de.wikipedia.org/wiki/Pontischer_Honig
https://explore-magazine.de/articles/mad-honey-die-letzten-honigjaeger-im-himalaya.html
https://www.welt.de/reise/Fern/article181262336/Himalaja-Fuer-Honig-riskieren-Jaeger-in-Nepal-ihr-Leben.html

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Dieser Artikel wurde von Jenny Dirschl und der bienengold.net Redaktion verfasst. Unsere Autorinnen und Autoren recherchieren gewissenhaft und erstellen umfangreiche und verständlich aufbereitete Fachartikel zu den jeweiligen Themen.
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